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KinesioTape

Schon lange sieht man diese bunten Streifen nicht mehr nur bei Leistungssportlern, sondern auch im Alltag bei uns Physiotherapeuten sind diese "Wunderstreifen" längst angekommen. Aber was ist dieses KinesioTape eigentlich genau und ist es sinnvoll sich das Tape selber zu kleben?! KinesioTapes bestehen aus Baumwollgewebe, für die Elastizität ist eine Acrylbeschichtung zuständig. Wie eine zweite Haut dehnt sich das Tape und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die Tapes gibt es in vielen verschiedenen Farben, die alle einen unterschiedlichen Effekt haben sollen, bewiesen ist die Wirkung der Farben auf den Körper allerdings nicht. Mit dem KinesioTape lassen sich schmerzhafte Erkrankungen des Muskel-, Sehnen- und Skelettapperates begleitend therapieren.
So zumindest die Theorie, die nicht wissenschaftlich, aber durch reichlich praktische Erfahrung belegt scheint. Durch das Tape wird die oberste Hautschicht, die Epidermis, leicht angehoben. Wird die Körperstelle, die mit dem KinesioTape beklebt wurde, bewegt, aktiviert das die Gewebestrukturen unter der Haut, die Durchblutung wird gefördert, Nerventätigkeiten aktiviert. Auch bilden sich Schwellungen und Entzündungen schneller zurück, da der Lymphfluss angeregt wird.
Experten raten davon ab sich selbst zu tapen! Um optimale Effekte zu erzielen, müssen Haut und Muskeln beim Anbringen des Tapes eine bestimmte Dehnung haben. Wenn du dir beispielsweise die Wade selber tapen möchtest, verdrehst Du dich bereits so, dass das nicht gelingt. Auch der Partner, der gerne zur Hilfe gezogen wird, hat so wie der Betroffene auch, nicht das ausreichende anatomische Wissen über die Strukturen und Zusammenhänge des Bewegungsapparates. Wir tapen meist ja nicht nur da, wo der Schmerz sitzt, sondern umfassen beteiligte Strukturen und angrenzende Gelenke, ganz individuell auf den Einzelnen abgestimmt. Ziel ist es nicht nur die aktuellen Probleme zu beheben, sondern auch die Ursache. Daher ist es sehr wichtig, dass das Tape in ein medizinisches
Gesamtkonzept eingebunden wird.